Amalgamverbot – Keramik statt Zement

Gesundheitliche Probleme durch Füllungen kann man vermeiden

BOGENHAUSEN · In den Zähnen vieler Menschen befindet sich immer noch das Füllungsmaterial Amalgam. Seit dem 01. Januar 2025 ist die Verwendung von Amalgam verboten.

Allerdings zahlt die gesetzliche Krankenkasse keine hochwertigen Keramikfüllungen, sondern nur Zement-Füllungen, obwohl sich mit dem Ersatz der alten Füllungen durch spezielle Kunststoffe oder bei größeren Füllungen durch langlebige Keramiken die Nachteile von Amalgam-Füllungen aber sehr gut beheben lassen.

Zumindest werden aber die Kosten für die einfachen Zement-Füllungen bei der Behandlung mit Keramik-Inlays von den gesetzlichen Kassen erstattet.

Studien zufolge werden Menschen mit schönen Zähnen unterbewusst als sympathischer, gesünder und erfolgreicher wahrgenommen.

Amalgam ist eine Mischung aus verschiedenen Metallen.

Es enthält zu 50 % Quecksilber, ein Schwermetall, das sich ins Fettgewebe des Körpers, unter anderem ins zentrale Nervensystem einlagert.

Durch jahrelange Kumulation können sich die Quecksilberverbindungen anreichern und zu uncharakteristischen Symptomen wie Antriebslosigkeit, Abgeschlagenheit und Müdigkeit manifestieren.

Bei Schwangeren haben Amalgam-Füllungen noch ein weiteres Risiko.

Die Quecksilber- Konzentration von Ungeborenen in Leber, Niere und Gehirn steht Iaut Professor Drasch (Rechtsmedizin Universität München) in direkter Beziehung zur Zahl der Amalgam-Füllungen der Mutter.

Zusätzlich schrumpfen Amalgamfüllungen durch die Abgabe von Quecksilber, sinken in die Zahnkavität ein und wirken dadurch wie ein Keil. Nicht selten sieht man nach Entfernung der alten Füllung eine Spaltlinie im Zahndentin. Je länger eine Amalgam-Füllung im Zahn verbleibt, umso wahrscheinlicher ist eine solche negative Auswirkung von Amalgam.

Wenn beim Herausbohren des Amalgams ein sogenannter Kofferdam in Kombination mit einer sehr guten Absaugung verwendet wird, gelangen keine Amalgampartikel oder Dämpfe in Mundhöhle oder Atemwege des Patienten. Dadurch werden negative Auswirkung durch die Entfernung der Amalgam-Füllungen vermieden.

Die gesundheitliche Problematik des Füllmaterials Amalgam zeigt sich auch daran, dass eine vom Zahnarzt entfernte Amalgamfüllung als Sondermüll entsorgt werden muss und nicht in die Kanalisation gelangen darf (Amalgam-Abscheider).

Als Alternative für Amalgamfüllungen eignen sich bei kleinen Löchern spezielle Kunststoffe. Bei größeren Zahndefekten kommen Keramiken zum Einsatz, die sehr lange (bis zu 30 Jahre) haltbar sind. Werden diese Keramiken mit dem Cerec Verfahren verwendet, dann ist dazu nur EIN Termin und kein Abdruck notwendig. Hierbei wird nach der Präparation des erkrankten Zahnes dieser mit einer speziellen 3-D-Kamera aufgenommen.

Anschließend wird die Restauration am Computer konstruiert, von einer Schleifmaschine aus einem farblich passenden Keramikblock ausgefräst und in den Zahn eingeklebt. Die verklebte Keramik ist beinahe unsichtbar und stabilisiert den Zahn durch die Adhäsivtechnik.

Wir verwenden Cerec seit 1995 und verfügen immer über die neueste Geräte- und Software-Version (aktuell Cerec Primemill mit Primescan). Wir bilden als international zertifizierte Cerec-Trainer regelmäßig Kollegen darin aus.

Quelle: Verlags-Sonderveröffentlichung Gesundheit | Münchener Wochenanzeiger